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ZAHNÄRZTLICHE CHIRURGIE

1. Lachgassedierung

Die Lachgassedierung ist vor allem für Patienten mit Zahnarztangst, Angst vor der Behandlung oder starkem Würgereiz geeignet.

Angewendet werden kann die Lachgassedierung bei jeder Art von Behandlung (Füllung bis Weisheitszähne). Das Lachgas bewirkt, dass vorhandene oder entstehende Angst nicht empfunden wird, man fühlt sich leicht und frei von Stress. Das Lachgas wird über eine Silikonmaske eingeatmet. Während der ganzen Behandlung wird der Puls und die Sauerstoffsättigung überprüft. Vor und nach dem Lachgas wird reiner Sauerstoff eingeatmet. Die Wirkung ist schon nach ca. 5 Minuten spürbar und verschwindet bei Beendigung nach 5-10 Minuten.

Während der Behandlung sind Sie ansprechbar, was wichtig für unsere Behandlung ist, jedoch ohne Angstgefühle. Nach der Behandlung verbleibt kein Lachgas in Ihrem Körper und Sie können ohne Einschränkungen am Alltag teilnehmen.

 

2. Lasertherapie

Die Lasertherapie kann bei der Kariesbehandlung, Fissurenversiegelung, Parodontitistherapie, Periimplantitisbehandlung, Wurzelkanalbehandlung und der chirurgischen Entfernung von störenden Lippenbändchen zum Einsatz kommen.

Eine Behandlung mit dem Laser ist viel angenehmer und stressfreier als die übliche Zahnarztbehandlung. Es gibt weder Bohrgeräusche noch Erschütterungen bei der Kariestherapie, zudem verläuft die Regeneration des Zahnfleischs im Vergleich zum konservativen Verfahren beschleunigt. Durch den Laser reduziert sich die Bakterien- und Keimkonzentration deutlich, was einen sterilisierenden Effekt ausübt.

 

2.1. Kariesbehandlung

Kleine und oberflächliche Karies kann problemlos schmerzfrei und ohne Bohrgeräusch mit dem Laser entfernt werden. Ein weiterer Vorteil der Kariestherapie mithilfe des Lasers ist die bessere Haltbarkeit von Füllungen. Hochwertige Kompositfüllungen werden heutzutage mit der Adhäsivtechnik an die Zahnsubstanz geklebt. Der “Klebstoff” muss in die Dentinkanälchen gelangen, um einen optimalen Halt zu garantieren. Bei der Lasertherapie werden die Dentinkanälchen frei von Späne gehalten und sind somit im Gegensatz zur konservativen Reinigung mit der Phosphorsäure besser für den “Klebstoff” zugänglich.

Die Behandlung dauert zeitlich nicht länger, liefert hervorragende Leistungen und eine bessere Langlebigkeit Ihrer Zahnfüllung.

 

2.2. Fissurenversiegelung

Die Fissuren sind die tiefen Rillen und Kerben auf den Zahnflächen. Diese können mitunter V-förmig oder gar ampullenförmig auftreten und sind schwerer zu putzen als die Glattflächen. Die Fissurenversiegelung ist eine präventive medizinische Maßnahme, welche eine Reduktion der Kariesentstehung zum Ziel hat. Durch die Versiegelung mithilfe eines dünnflüssigen Kunststoffes wird das Putzen erleichtert und die Kariesentstehung erschwert. Vor der Versiegelung werden die Fissuren gereinigt, um eine Keimfreiheit zu erreichen. Die Lasertherapie, im Gegensatz zur konservativen Methode mit Phosphorsäure, kann vor der Versiegelung zu einer fast 100%-igen Keimfreiheit verhelfen.

 

2.3. Parodontitis

Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Erkrankung des Zahnhalteapparats (Zahnfleisch, Knochen), die durch eine Entzündungsreaktion zum Knochenabbau, hierdurch zur Lockerung oder gar zum Verlust der Zähne führt. Bei der Parodontitis-Therapie werden die Zahnfleischtaschen und die Wurzeloberflächen von Belägen und Bakterien gereinigt, sodass die Entzündung zurück geht und Sie mit der Reinigung zurecht kommen.

Heutzutage wird diese Behandlung mit verschiedenen Instrumenten und Spülungen durchgeführt. Mit dem Einsatz des Lasers kann eine bessere Reinigung erzielt werden. Die Wurzeloberfläche wird substanzschonend von Bakterien befreit, was zu einem verbesserten Therapieergebnis führt als durch herkömmliches Instrumentieren.

 

2.4. Wurzelkanalbehandlungen

Eine Wurzelkanalbehandlung wird durchgeführt wenn der Zahnnerv mit Bakterien infiziert wurde. Herkömmlich wird der Zahnnerv mithilfe von kleinen Feilen und auflösenden Spülungen entfernt. Ein Zahnnerv sieht wie eine Baumwurzel aus und hat viele Verästelungen. Die herkömmliche Methode bereitet den Hauptkanal auf und die Nebenkanäle können nur durch die Spüllösungen gereinigt werden.

Der Einsatz des Lasers bewirkt eine bessere Aufbereitung des Haupt- und der Nebenkanäle. als die herkömmliche Methode. Das Ziel einer maximalen Keimreduktion kann nur mithilfe des Lasers erreicht werden. Diese Keimfreiheit ist für einen dauerhaften Therapieerfolg wichtig.

 

3. Weisheitszahnentfernung

Weisheitszähne (Zähne 18, 28, 38, 48) entwickeln sich nicht bei allen Menschen. Die meisten jedoch besitzen die Anlagen und die Zähne brechen in der Regel zwischen dem 16. und dem 25. Lebensjahr durch. Oftmals ist der Kiefer nicht groß genug, sodass diese nicht vollständig durchbrechen können. Ein erschwertes Putzen, häufige Entzündungen und eine vermehrte Kariesbildung sind die Folge. Eine frühzeitige Entfernung ist meist sinnvoll, sodass das Wurzelwachstum nicht abgeschlossen ist und die Risiken der Entfernung gering bleiben.

 

4. Wurzelspitzenresektion

Bei der Wurzelspitzenresektion wird die Wurzelspitze chirurgisch entfernt. Nötig kann diese Behandlung bei einem bereits wurzelkanalbehandeltem Zahn werden. Manche wurzelkanalbehandelten Zähne infizieren sich erneut und entwickeln eine Entzündung an der Wurzelspitze. Die Alternative zur Zahnextraktion ist der Versuch die Wurzelkanalbehandlung zu wiederholen (Revision). Ist die Wurzelfüllung jedoch gut zu beurteilen und nicht erneuerungsbedürftig, gibt es keinen Grund diese Behandlung zu wiederholen. Ein Behandlungserfolg kann durch das Entfernen der an der Wurzelspitze gelegenen Entzündung  erreicht werden.